Vom Klimaaktivismus zur Klimapolitik

Die Klimastreiks sind ein wenig in Vergessenheit geraten, doch die Klimakatastrophe bleibt ein wichtiges Thema. Wie geht es nun mit dem Klimaaktivismus weiter. Dieser Frage stellt sich Maurice Conrad, Schauspielstudent, Software-Entwickler und Aktivist. Als Teil der Fridays for Future-Bewegung begründete er die Klimastreiks in seiner Heimatstadt Mainz und in Rheinland-Pfalz, arbeitet bundesweit als Grafiker am digitalen Auftritt und spricht hin und wieder in der Öffentlichkeit für die Jugendbewegung. Er ist Mitbegründer der „Klimaliste RLP“, eines Vereins, der bei der Landtagswahl 2021 mit einer offenen Liste mitmischen und den politischen Druck erhöhen will. Über sich und sein Projekt sagt Conrad: „Wir sind der parlamentarische Arm des Pariser Klimaabkommens“.

Doch lässt sich mit einem weiteren Akteur wirklich etwas bewegen und wie kann der Kritik einer „Ein-Themen-Partei“ entgegnet werden? Muss der Klimaaktivismus nicht eher radikaler werden, als den „langen Marsch durch die Institutionen“ anzutreten? Bleibt dafür überhaupt Zeit.

Diesen Fragen gehen Maurice Conrad und Martin Haase in diesem Matinée-Gespräch nach.

Peira

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Peira - Gesellschaft für Politsches Wagnis: Demokratie ist ein ständiges Wagnis. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit und eine stets gefährdete Kulturleistung. Deshalb brauchen wir einen ständigen öffentlichen Diskurs über die Frage, was es heißt, demokratisch zu sein. Peira wird an diesem Diskurs offensiv teilnehmen und durch Angebote im Bereich der politischen Bildung mit dazu beitragen, Verständnis und Leidenschaft für das demokratische Miteinander zu fördern. Ziel ist es, die gesellschaftlichen Defizite der bestehenden Demokratie zu überwinden, um künftig allen Menschen ein Leben in Freiheit und Würde zu sichern.