Mehr Demokratie wagen!

Vor über 50 Jahren umriss Willy Brandt sein Programm für die 1970er Jahre wie folgt:

„In den 70er-Jahren werden wir aber in diesem Lande nur so viel Ordnung haben, wie wir an Mitverantwortung ermutigen. Solche demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen. Wir wollen mehr Demokratie wagen.“

Im Grunde hat diese Aussage nichts an Aktualität verloren, gerade angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spaltung und dem steigenden Unvermögen, sich gegenseitig zuzuhören und zu verstehen. Mehr Demokratie zu wagen, ist das Gebot der Stunde, auch wenn angesichts von Forderungen aus dem rechtspopulistischen Milieu der Ruf nach direkter demokratischer Teilhabe Gefahr läuft, in Verruf zu geraten.

Was es heute heißt, mehr Demokratie zu wagen, erörtern Regine Laroche und Martin Haase in diesem Matinée-Gespräch. Regine Laroche hat im Vorfeld der Matinée einen Beitrag in unserem Blog veröffentlicht.

Peira

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Peira - Gesellschaft für Politsches Wagnis: Demokratie ist ein ständiges Wagnis. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit und eine stets gefährdete Kulturleistung. Deshalb brauchen wir einen ständigen öffentlichen Diskurs über die Frage, was es heißt, demokratisch zu sein. Peira wird an diesem Diskurs offensiv teilnehmen und durch Angebote im Bereich der politischen Bildung mit dazu beitragen, Verständnis und Leidenschaft für das demokratische Miteinander zu fördern. Ziel ist es, die gesellschaftlichen Defizite der bestehenden Demokratie zu überwinden, um künftig allen Menschen ein Leben in Freiheit und Würde zu sichern.